ÜBER MICH

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Origami schafft viele Entfaltungsmöglichkeiten

Origami – die japanische Papierfaltkunst – hat mich seither fasziniert. Angefangen hat es mit einem Faltblatt in DIN-A4-Format, das als „Weihnachtskarte“ ins Haus flatterte. Es wurde mein Faltblatt fürs WERBELEKTORAT, das ich als Lektorin hauptberuflich ausübe. Daraus entwickelten sich Falttechniken zu verschiedenen Themen, die dann in Bildprojekten endeten. Diese meditative Auseinandersetzung mit Formen und Farben ist ein guter Ausgleich zu meiner „Kopfarbeit“ und begeistert mich immer wieder, sodass noch viele Ideen umzusetzen sind.

Seit 03/2019 Mitglied im Kunst- und Kultur Hüttener Berge e. V.

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Papierkunst aus Eckernförde

Kreative Entfaltung beim Knicken, Falzen, Falten nach strengen Regeln: Die Eckernförder Künstlerin Heike Margarete Worm lässt kleine Papierobjekte, die sie nach der Anleitung japanischer Origami-Meister herstellt, zu dreidimensionalen Bildern hinter Glas wachsen.

KN-online.de 11.03.2017

Eckernförde – Welche geometrische Form könnte eindeutiger sein als das Quadrat? Margarete Worm liebt seine Klarheit. „Und das Konkrete“, sagt sie. „Deutliche Struktur, eindeutige Farbgebung.“ Man sieht es. So gut wie all ihre Bilder, von denen man den Blick schon wegen des Überraschungsmoments nicht so schnell lassen kann, sind monochrom. Auf die quadratischen Rahmen, die Raum für Dreidimensionales geben und dem Spiel doch die immer gleiche Grenze setzen, hat sie sich bewusst festgelegt. Was jedes Werk erzählt, erschließt sich in kontemplativer Betrachtung individuell. Auf frühlingsgrünem Wellpappegrund formiert eine Armee von Papierfröschen. Jede Reihe ist in anderem Grün, sodass sich ein weicher Farbverlauf ergibt. Warten die kunstvoll gefalteten Hüpfer etwa auf den Befehl zum ersten Hopser? Käme die akribische Ordnung auf dem abgezirkelten Exerzierplatz dann durcheinander oder würde die Formation an der Stelle auf und ab hüpfen?Heike Margarete Worm lauscht gespannt, was die Rezipienten ihr zu sagen haben „und was sich für den Einzelnen entwickelt“. „Das Falten der Objekte selbst ist für mich eine Art Meditation“, beschreibt sie. „Wenn die kleinen Wesen, Spiralen, Muscheln fertig vor mir liegen, erwächst aus der Fülle fast automatisch eine Ordnung, aus der ein oder wenige Elemente farblich oder formal herausragen können.“

ORIGAMI – VIEL MEHR ALS NUR EINE BASTELARBEIT
Die traurige Geschichte von Sadako Sasaki verdeutlicht die enorme Bedeutung, die Origami in Japan hat. Im Alter von zwei Jahren überlebte das Mädchen den Einschlag der Atombombe, die am 6. August 1945 um 8.15 Uhr über Hiroshima abgeworfen wurde. Zehn Jahre später erkrankte sie auf Grund der erlittenen Strahlung an Leukämie. Im Krankenhaus faltete sie Kraniche – „Zuru“. Einer japanischen Legende nach lebt der Kranich tausend Jahre. Ein kranker Mensch werde wieder gesund, wenn er tausend Kraniche falte, so heißt es. Sadako starb im Krankenhaus, als sie gerade 644 Kraniche gefaltet hatte. Ihre Freunde und Schulkameraden falten den Rest und die Tausend Kraniche – „Senbazuru“ – wurden Sadako mit ins Grab gelegt. Das „Hiroshima Peace Memorial Museum“ im „Friedenspark“ erinnert an das enorme Ausmaß der Katastrophe. Dort steht neben zahlreichen Mahnmalen auch das Denkmal der kleinen Sadako. Es wurde 1958 in Gedenken an alle durch die Bombe gestorbenen Kinder errichtet. Es zeigt das Mädchen, wie es hoch über ihrem Kopf einen Kranich hält. Jeden Tag werden Tausende dieser Papiervögel aus der ganzen Welt nach Hiroshima geschickt und dort unter dem Denkmal ausgebreitet. So wurde der gefaltete Kranich zum Symbol für Frieden und Hoffnung.